Ein träger Sommernachmittag des viktorianischen England floss dahin, als der Mathematikprofessor Charles L.Dodgson, alias Lewis Carroll, die Abenteuer im Wunderland für seine kindliche Freundin Alice erfand – diese scheinbaren Nonsens-Geschichten wurden Weltliteratur- jetzt haben sie, in der Regie von Marc Günther, als Ensemblearbeit ihr Eigenleben entwickelt.
Ein schmaler Grad ist zwischen Wirklichkeit und Traumwelt – ein schmaler Steg auf dem Alice sich all dem, was von außen auf sie einstürmt mit ihren inneren Bildern entgegenstellen wird. Im Disput mit den Fabelwesen ihrer skurrilen Phantasie wird sie existenziellen Fragen mit Naivität und Direktheit begegnen und sich das Reich erobern, das „ich bin und- ich bin hier“ heißt.
Die Inszenierung möchte, Kinder ab acht Jahren und alle, die (nur) ein wenig darüber hinaus sind, einladen in diese Märchenwelt einzutauchen- Kind zu sein oder wieder Kind zu werden (je nachdem in welchem Alter man sich gerade findet…) in diesem Wunderland der Phantasie und Paradoxie. Sich als Erwachsener auf die Suche nach der verlorenen Zeit des weißen Kaninchens zu begeben und sich mit den Kindern in ein Boot zu setzen um mit ihnen Seifenblasen zu fangen und Königinnen Schlaflieder zu singen. Aber vergessen Sie nie, dass noch viele Felder offen sind und ein Turm von Fragen immer zu schlagen ist - manchmal auf dem weißen und ab und an auf dem schwarzen Feld und - mit neuem Glauben - sicher immer wieder im Wunderland.
Regie:
Marc Günther
Dramaturgie:
Sonja Karadza
Bühne:
Sophia Schneider, Bernhard Ott
Kostüme:
Sophia Schneider, Sophia
Neuhofer
Musikalische Leitung Michael Summ
Ton und Sounddesign:
Ingo
Burghardt
Regieassistenz:
Janina Koster
spielen:
Daniela Mohr
Renate Obermaier
Kirsten Trustaedt-
Kümmel
Nadine Werner
Hubertus Fehrenbacher
Dietmar Kohn
Christoph
Müller
Lukas Schütte
Heinzl Spagl
Technische Leitung,Licht
Bühnenbau:
Bernhard Ott
Technik, Licht:
Hanna Rebstock
Mario Kreutzer
Premiere:
23. Januar 2009